Warum gute Ideen trotzdem scheitern

Viele Ideen klingen auf den ersten Blick überzeugend. Sie lösen scheinbar ein Problem, sehen innovativ aus und erzeugen Begeisterung im Team. Trotzdem scheitern viele Projekte. Nicht weil die Idee schlecht war, sondern weil wichtige Fragen zu spät gestellt wurden. Ein einfaches Modell aus dem Design Thinking hilft dabei, Ideen frühzeitig zu bewerten: das DVF-Framework. Dabei werden drei Bereiche betrachtet.

 

1. Wünschbarkeit (Desirability)

Die erste Frage lautet: Will das überhaupt jemand haben? Nicht jede Idee löst ein relevantes Problem. Deshalb sollte zuerst verstanden werden, wer die Zielgruppe ist und welchen konkreten Nutzen die Lösung bietet. Fragen, die dabei helfen:

  • Welches Problem lösen wir?

  • Für wen lösen wir es?

  • Wie wird das Problem heute gelöst?

  • Warum sollte jemand unsere Lösung nutzen?

2. Machbarkeit (Feasibility)

Selbst die beste Idee bringt wenig, wenn sie nicht umgesetzt werden kann. Hier geht es um die technischen, organisatorischen und personellen Voraussetzungen. Wichtige Fragen:

  • Haben wir die notwendigen Fähigkeiten?

  • Verfügen wir über die passende Technologie?

  • Gibt es rechtliche oder regulatorische Hürden?

  • Können wir die Lösung später skalieren?

3. Wirtschaftlichkeit (Viability)

Die letzte Frage ist oft die entscheidende: Lohnt sich die Idee für das Unternehmen? Eine Lösung kann gefragt und technisch machbar sein. Wenn sie jedoch nicht wirtschaftlich tragfähig ist, wird sie langfristig keinen Erfolg haben. Dazu gehören Fragen wie:

  • Passt die Idee zu unserer Strategie?

  • Wie wird Umsatz generiert?

  • Sind Kunden bereit zu bezahlen?

  • Stehen Aufwand und Ertrag in einem sinnvollen Verhältnis?

 

Fazit

Die besten Ideen entstehen dort, wo drei Dinge zusammenkommen: Menschen wollen die Lösung. Das Unternehmen kann die Lösung umsetzen. Und die Lösung ergibt wirtschaftlich Sinn. Bevor Zeit, Budget und Ressourcen investiert werden, lohnt es sich deshalb, jede Idee durch diese drei Perspektiven zu betrachten.

 

Quelle: DVF Framework (Desirability, Feasibility, Viability) aus dem Design-Thinking-Ansatz von IDEO.

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